Wer kann Mitglied werden?

Neue Mitglieder sind in der Gesellschaft »Zur Ludwigsburg« herzlich willkommen.

Interessenten können über ein Mitglied in die Gesellschaft eingeführt und bei allseitiger Akzeptanz aufgenommen werden.

 

Bekannte "Ludwigsburger":

 

Ferdinand Freiligrath

 

Als bekanntestes Mitglied der Gesellschaft »Zur Ludwigsburg« während der Mitte des vergangenen Jahrhunderts muss Ferdinand Freiligrath genannt werden. Im Protokoll vom 22. Juli 1850 stand, dass neben anderen auch der Dichter Ferdinand Freiligrath als Mitglied aufgenommen wurde.  Er war am 17. Juni 1810 in Detmold geboren; seine Eltern stammten aus dem Rheinland. In Westfalen wuchs er auf, verbrachte seine Schulzeit und erlernte den Beruf eines Kaufmanns.

 

Freiligraths Lyrik war zunächst noch bunt und farbenprächtig, er malte mit schwungvollen Worten Romanzen und Genrebilder des Orients und der Tropen. Der Wandel zum großen deutschen Freiheitsdichter, als der er heute noch gilt, vollzog sich erst in den 40er Jahren. Als die politische Lage sich im Mai 1849 zuspitzte ging Freiligrath nach Holland, wurde dort aber ausgewiesen. Kurze Zeit hielt er sich danach wieder in Köln auf, Iieß sich dann aber mit Familie im Juni 1850 in Bilk nieder.

 

Am 12. Mai 1851 verließ Freiligrath Düsseldorf endgültig, um politischer Verfolgung durch die preußischen Behörden, die sich immer deutlicher abzeichnete, zu entgehen. Für lange Jahre wählte er wieder England zu seinem Exil und erst 16 Jahre später besuchte er Düsseldorf noch einmal. Am 18. März 1876 verstarb er in Bad Cannstatt.

 

Hugo Wesendonk

 

Als weiteres Mitglied des Vorstands der Gesellschaft »Zur Ludwigsburg« nennt das Protokoll vom 24. Juni 1848 Hugo Wesendonk. Er wurde am 24. Juni 1817 in Elberfeld geboren, studierte in Bonn und Berlin Jura und hatte sich danach in Düsseldorf als Rechtsanwalt niedergelassen. Schon vor den Revolutionsjahren betätigte er sich politisch; er unterhielt Verbindungen mit Friedrich Engels und anderen linksgerichteten Personen.
 

Lorenz Cantador

 

In einem Protokoll der Gesellschaft »Zur Ludwigsburg« vom 24. Juni 1848 wird Lorenz Cantador als Mitglied des Vorstands erwähnt. Er war am 1. Juni 1810 in Düsseldorf geboren und hatte im väterlichen Betrieb den Beruf des Textilkaufmanns erlernt.

 

Die französischen Unruhen griffen im März 1848 auch auf Deutschland über. In Berlin kam es am 18. März zu Barrikadenkämpfen, die 230 Opfer forderten. Nachdem die Berliner März-Ereignisse in Düsseldorf bekannt wurden und für Unruhe sorgten, bildete sich auch hier um den 20. Marz 1848 eine zunächst nur provisorische Bürgerwehr zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Schon nach wenigen Tagen gehörten ihr über 1000 Bürger an. Am 24. März wählten dann die Mitglieder der Bürgerwehr Lorenz Cantador als Führer der Bürgerwehr.

 

Cantador wurde damit zum einflussreichsten Mann der Stadt, und seinem Einfluss ist es wohl auch zu verdanken, dass die Revolution verhältnismäßig wenig Opfer in Düsseldorf forderte.