|
|



|
|
Die älteste Bürgergesellschaft Düsseldorfs, die Gesellschaft „Zur Ludwigsburg“ beging am 20. Oktober 2008 ihr 175jähriges Jubiläum. Der 1833 registrierte „Verein zur Ludwigsburg“, der am 18. Juli 1870 durch Erlass des Königs von Preußen die Rechtfähigkeit erhielt, fördert das gemeinsame Erleben der Kultur in Ihrer Vielfalt und die Pflege anspruchsvoller Geselligkeit. Die kleine Herrengesellschaft mit Sitz in der Claudiusstraße in Düsseldorf trifft sich wöchentlich zu Vorträgen über gesellschaftliche, politische, wissenschaftliche und kunstbezogene Themen. Ausflüge in die nähere Umgebung oder auch in das europäische Ausland mit Studienschwerpunkten bestimmen das reichhaltige Jahresprogramm. Zu diesen Veranstaltungen werden auch die Damen der Mitglieder eingeladen. Ein traditionell konservativ-freiheitlicher Geist einer wertorientierten Bürgergesellschaft beschreibt die Grundstimmung in dieser altehrwürdigen Gesellschaft, die keine Präsenzpflicht für Ihre Mitglieder kennt. Bemerkenswert für die Herrengesellschaft ist, dass ein besonderes Tabu an den wöchentlichen Treffen gepflegt wird: keine Geschäftsgespräche in eigener Sache. Im Laufe der Jahrzehnte hatte die Gesellschaft viele Domizile, unter anderem das noch vielen Düsseldorfern gut bekannte historische Haus Bettermann in der Josephinenstraße. Unter Mitgliedern waren viele bekannte Düsseldorfer Bürger, u.a. Ferdinand Freiligrath, Lorenz Cantador, Andreas Achenbach, Hugo Wesendonk, sowie einige Oberbürgermeister und andere Honoratioren der Stadt. Die Gesellschaft beging Ihr Jubiläum im Rahmen einer Festveranstaltung im Hetjens-Museum der Stadt Düsseldorf. Sie kehrt damit zu Ihren Wurzeln zurück, denn in der Schulstraße 4, dem Palais Nesselrode, welches heute das Keramikmuseum beherbergt, residierte vor über hundert Jahren die „Ludwigsburg“. „Im rasanten Strudel einer global agierenden Wirtschaft und Gesellschaft ist es für Leistungsträger wichtig, sich einige Stunden von Zeit zu Zeit heraus- und zurückzunehmen, um sich in Muße in geselligem Kreise anderen Themen zu zuwenden, die ansonsten wegen der Zwänge im Alltag auf der Strecke blieben“, stellt der Vorsitzende der Gesellschaft, Staatssekretär a.D. Frerich Görts fest.
|
|||